Die neue Rakete mit dem Namen Fattah-2 wurde von den Revolutionsgarden in einer Zeremonie in Teheran im Beisein des Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei vorgestellt. Die Fattah-2 gilt als Hyperschallgleiter – eine Technologie, über die nur wenige Länder der Welt verfügen.
Laut der Nachrichtenagentur. IRNADie Fattah-2 ist mit Hyperschallgleitern ausgestattet, die Manöver und Gleitflüge mit mindestens der fünffachen Schallgeschwindigkeit durchführen können. Diese werden üblicherweise auf ballistischen Raketen montiert und können deren Flugbahn nach dem Start erheblich verändern.

Iran stellt die Hyperschallrakete Fattah-2 vor. (Foto: RT)
Dies macht sie für viele Raketenabwehrsysteme schwieriger abzufangen als herkömmliche ballistische Sprengköpfe, die auf vorhersehbareren, bogenförmigen Flugbahnen fliegen.
Laut iranischen Medien ist der Iran neben China, Russland und den Vereinigten Staaten das vierte Land weltweit, das diese Technologie einsetzt.
Russland gehört zu den Ländern, die die HGV-Technologie erfolgreich einsetzen. Moskau verfügt über das Gleitflugkörper Avangard, das auf in Silos gelagerten Interkontinentalraketen montiert ist, ähnlich dem Sarmat. Dieses Fluggerät erreicht Geschwindigkeiten von 20- bis 27-facher Schallgeschwindigkeit (24.000–33.000 km/h) und hat eine Sprengkraft von bis zu 2 Megatonnen – mehr als das Hundertfache der Sprengkraft einer Bombe.
Die USA verfügen ebenfalls über ein Programm zur Entwicklung von Hyperschallgleitern und haben bereits Tests durchgeführt. Aufgrund von Problemen während der Tests konnte dieses Programm jedoch nicht planmäßig umgesetzt werden. Medienberichten zufolge soll das Waffensystem voraussichtlich Ende dieses Jahres einsatzbereit sein.
Bislang hat der Iran nur wenige detaillierte technische Spezifikationen für die Fattah-2 veröffentlicht. Im Juni stellte der Iran eine weitere Rakete namens Fattah vor – die als Vorläufer der Fattah-2 gilt. Sie hat eine Reichweite von 1.400 km und kann Geschwindigkeiten erreichen, die 13- bis 15-mal so hoch sind wie die Schallgeschwindigkeit.
Der Befehlshaber der iranischen Luft- und Weltraumstreitkräfte, General Amir Ali Hajizadeh, erklärte Ende Juni, die Reichweite der Fattah-Rakete könne auf 2.000 km erhöht werden, wodurch der Iran israelisches Territorium erreichen könne – ein Land, das Teheran als seinen erklärten Feind betrachtet. Gleichzeitig könne die Fattah jedes Luftverteidigungssystem in der Region vor Herausforderungen stellen.



























